Jenseits von Cloud Act und Vendor Lock-in: Was bedeutet digitale Souveränität wirklich?
Panel Discussion – Language: English
Digitale Souveränität ist längst zu einem politischen, wirtschaftlichen und technologischen Leitbegriff geworden. Die Diskussionen drehen sich häufig um Schlagworte wie Vendor Lock-in, den US CLOUD Act oder die Frage nach europäischen Alternativen zu etablierten Plattformen. Doch hinter diesen Debatten steht eine weit grundlegendere Frage:
Was bedeutet digitale Souveränität für Unternehmen tatsächlich?
Lassen sich Abhängigkeiten überhaupt vollständig vermeiden? Welche Rolle spielen Sicherheit, Regulierung, Innovation und wirtschaftliche Realitäten? Und woran erkennen wir, ob ein Unternehmen wirklich souverän handelt?
Zum Auftakt des mbuf Jahreskongresses 2026 bringen wir deshalb Vertreter aus Technologiepolitik, Recht, Cybersecurity und Unternehmenspraxis auf die Bühne, um genau diesen Fragen nachzugehen.
Mit Jeff Bullwinkel, Vice President & Deputy General Counsel, Corporate External & Legal Affairs bei Microsoft EMEA, diskutiert ein ausgewiesener Experte für regulatorische, rechtliche und geopolitische Fragestellungen an der Schnittstelle zwischen Technologie, Wirtschaft und Politik.
Johannes Holz, Rechtsanwalt, Partner und Leiter der Praxisgruppe Technologie & Daten bei Rödl, bringt die juristische Expertise in die Diskussion ein. Er begleitet Unternehmen bei den Herausforderungen rund um IT-Recht, Datenschutz, Compliance und digitale Transformation.
Lisa Fröhlich, Corporate Communications bei Link11, ergänzt die Diskussion um den Blick auf Cybersecurity und digitale Resilienz. Denn digitale Souveränität erschöpft sich nicht in der Frage, wo Daten gespeichert werden. Ebenso wichtig ist die Fähigkeit von Unternehmen, ihre digitalen Geschäftsprozesse auch unter widrigen Bedingungen sicher und handlungsfähig zu halten.
Christian Maier, CIO der Molkerei Gropper und Sprecher des Vorstands des Microsoft Business User Forum e.V., repräsentiert die Sicht mittelständischer Anwenderunternehmen. Als IT-Verantwortlicher eines produzierenden Unternehmens und Vertreter vieler mbuf-Mitgliedsunternehmen steht er für die täglichen Entscheidungen zwischen Innovationsfähigkeit, Risiko, Compliance, Investitionssicherheit und wirtschaftlicher Realität.
Dr. Martha Klare, Strategist und Senior IT Consultant bei Arvato Systems, führt als Moderatorin durch die Diskussion. Mit ihrer Erfahrung an der Schnittstelle von Technologie, Organisation und strategischer Transformation wird sie die unterschiedlichen Positionen auf dem Podium miteinander verbinden und den Blick auf die zentralen Fragen digitaler Souveränität richten. Ihre im Rahmen einer Promotion gewonnene wissenschaftliche Perspektive auf digitale Souveränität ergänzt dabei ihre praktische Erfahrung und ermöglicht eine fundierte Einordnung der unterschiedlichen Positionen auf dem Podium.
Das Podium will bewusst auch kritische Fragestellungen adressieren. Ziel ist jedoch nicht die Wiederholung bekannter Positionen oder die Suche nach einfachen Antworten. Vielmehr möchten wir ein tieferes Verständnis dafür schaffen, was digitale Souveränität in der Praxis bedeutet, wo ihre Grenzen liegen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Unternehmen langfristig handlungsfähig bleiben.
Freuen Sie sich auf eine kontroverse, aber sachliche Diskussion und auf Impulse, die Sie in die Gespräche und das Networking während des gesamten Kongresses begleiten werden.
Hinweis: Die Podiumsdiskussion wird in englischer Sprache durchgeführt.